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Mink nach dem enttäuschenden 0:2 in Oberhausen: „Das ist nicht Fortuna Köln“

Drei gegen einen: Fortuna ausnahmsweise mal in Überzahl mit Gianluis Di Fine, Arnold Budimbu und Henri Matter (v.l.).

Das war mangelhaft bis ungenügend. Die Fortuna enttäuschte am Freitagabend im Topspiel der Regionalliga West auf ganzer Linie. Bei der 0:2-Niederlage im Niederrheinstadion bei RW Oberhausen gab die Mannschaft von Trainer Matthias Mink vor 2.802 Zuschauern über 90 Minuten keinen einzigen gefährlichen Torschuss ab, sie leistete sich unzählige Ballverluste und Abspielfehler.

Der Trainer nahm danach auch kein Blatt vor dem Mund. Seine Analyse fiel schonungslos aus: „Wir waren hier heute chancenlos. Wir haben nicht einmal aufs Tor geschossen. Ein bitterer Moment für uns. Seit ich hier das Traineramt übernommen habe, haben wir uns nicht so präsentiert. Das ist nicht Fortuna Köln, so will Fortuna Köln nicht spielen, und so wollen wir uns auch die nächsten Wochen nicht präsentieren. Wir haben noch ein paar wichtige Spiele auf der Uhr. Es gilt jetzt die Wunden zu lecken. Wir müssen aufpassen, dass wir das, was wir uns in dieser Saison bisher erarbeitet haben, nicht komplett wegschenken.“

Es gab an diesem Abend auch wahrlich keinen Anlass irgendetwas schön zu reden. Schon nach 46 Sekunden zappelte der Ball im Kölner Netz. Maßgeblich beteiligt war Arnold Budimbu, der einen grottenschlechten Tag erwischt hatte. Sein zu kurz geratener Rückpass landete bei Timur Kesim, der legte für Luca Schlax auf, der frei vor Keeper Lennart Winkler keine Mühe hatte zu treffen. Nur wenige Minuten nach seinem Fauxpas sah Budimbu nach einer Grätsche gegen Denis Donkor auf Höhe der Mittellinie Gelb. Es war seine fünfte, er fehlt nun im Heimspiel gegen Eintracht Hohkeppel. 

Matthias Mink hatte vor dem Anpfiff aus der Not eine Tugend gemacht. Dominik Ernst war gesperrt. Mit Joshua Eze, Julius Biada, Adrian Stanilewicz und Stipe Batarilo, der sich beim Abschlusstraining erneut verletzt hatte, fehlte eine komplette Mittelfeldreihe. Dafür gaben mit Gianluis Di Fine und Max Wiese zwei Eigengewächse ihr Startelf-Debüt in der Regionalliga. Dass der Schuss gleich nach hinten los ging, machte deren Aufgabe nicht leichter. 

Die erste Halbzeit erinnerte in ihrer Schlechtheit an die ersten 45 Minuten in Rödinghausen. Nur leider verschaffte dieses Mal auch die zweite Halbzeit keine Linderung. Die Südstädter blieben weiterhin weit unter Normalform, der Ausfall einer halben Stammelf war nicht zu kompensieren, wenngleich dadurch nicht das desolate Deckungsverhalten beim 2:0 erklärt werden kann. Während Hendrik Mittelstädt auf seine Einwechslung wartete an der Seitenlinie, trat Budimbu am kurzen Pfosten am Ball vorbei, der Ball wurde in die Mitte gechipt. Henri Matter verlor das Kopfballduell und Simon Ludwig stocherte die Kugel über die Linie (59.). Die letzte halbe Stunde hätte man sich gelinde gesagt auch schenken können. Oberhausen brachte den Vorsprung mit Leichtigkeit über die Runden.   

Fortuna: Winkler, Wiese (65. Breitfelder), Fünger (86. Bauens), Pernot, Fischer, Afamefuna, Di Fine (46. Vieting), Budimbu, Matter, Mika, Sarpei (60. Mittelstädt).

Tore: 1:0 Schlax (1.), 2:0 Ludwig (59.).

Zuschauer: 2.802.

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